Unarchiving Democracy: Jugend, postkoloniales Gedächtnis und der portugiesische demokratische Weg

Veranstaltungsbericht – „Unarchiving Democracy: Youth, Post-Colonial Memory and the Portuguese Democratic Path” (Lissabon, 23.–24. April 2026)

Am 23. und 24. April 2026 fand in Lissabon die internationale Veranstaltung Unarchiving Democracy: Youth, Post-Colonial Memory and the Portuguese Democratic Path im Rahmen des Projekts FREI – From Resistance to European Integration statt. Die Veranstaltung brachte junge Teilnehmende, Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen aus ganz Europa zusammen, um sich mit Fragen der demokratischen Erinnerungskultur, postkolonialen Hinterlassenschaften und aktuellen Herausforderungen für Demokratien auseinanderzusetzen.

Im Verlauf der zwei Tage nahmen die Teilnehmenden an einem vielfältigen Programm teil, das Fachvorträge, Podiumsdiskussionen, partizipative Workshops sowie Besuche bedeutender Erinnerungsorte umfasste. Der erste Veranstaltungstag widmete sich insbesondere der Erinnerung an politische Repression während der Estado-Novo-Diktatur sowie der Rolle von Archiven für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ein besonderer Höhepunkt war der Workshop „Unarchiving Democracy“, organisiert auch von der Fundação Mário Soares e Maria Barroso, der Raum für gemeinsames Lernen und Reflexion bot.

Den Abschluss des Tages bildete eine symbolische Gedenkaktion am Largo do Carmo, bei der die Teilnehmenden Nelken niederlegten – als Zeichen des Gedenkens an den demokratischen Übergang in Portugal und als Verbindung zwischen historischer Erinnerung und gegenwärtigem zivilgesellschaftlichem Engagement.

Am zweiten Tag standen die Auswirkungen kolonialer Vergangenheit im heutigen Portugal im Mittelpunkt. In Vorträgen und Diskussionen wurden Themen wie umstrittene Erinnerungskulturen, Rassismus und die Darstellung von Geschichte im öffentlichen Raum behandelt. Der offene Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und bestehende Narrative kritisch zu hinterfragen.

Die hohe Qualität der Beiträge sowie die aktive Beteiligung der Teilnehmenden machten die Veranstaltung besonders wertvoll und wirkungsvoll. Neben dem fachlichen Austausch stärkte das Treffen auch die internationale Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für demokratische Werte, kritisches Denken und eine inklusive Erinnerungskultur.

Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für ihre wertvollen Beiträge und ihr Engagement während der Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt zudem der Fundação Mário Soares e Maria Barroso für die ausgezeichnete Organisation und die Umsetzung einer äußerst interessanten und sehr erfolgreichen Veranstaltung.

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