Häufig gestellte Fragen

1. Was ist Foster Europe?

Foster Europe Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Eisenstadt, Österreich. Sie wurde 2010 gegründet und engagiert sich für die Förderung von Föderalismus, Dezentralisierung, regionaler Entwicklung und demokratischer Teilhabe in Europa. Im Fokus stehen besonders Länder in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Die Stiftung verfolgt einen interdisziplinären und praxisnahen Ansatz und bietet Raum für Dialog, politische Bildung und europäische Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen.

2. Welche Themen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Foster Europe?

Die Stiftung arbeitet an der Schnittstelle von Governance, Regionalpolitik und Bürgerbeteiligung. Zu den zentralen Themen gehören:

  • Demokratische Transformation und partizipative Politikgestaltung

  • Stärkung der Zivilgesellschaft und lokaler Gemeinschaften

  • Erinnerungskultur und europäische Identität

  • Europäische Integration, insbesondere im Donauraum

Diese Themen werden in Projekten, Konferenzen, Bildungsformaten und Publikationen reflektiert.

3. Mit welchen Akteuren arbeitet Foster Europe häufig zusammen?

Foster Europe kooperiert regelmäßig mit lokalen und regionalen Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Universitäten, Schulen, internationalen Netzwerken (z. B. ALDA, DCSF), sowie EU-Institutionen und Förderstellen. Diese Partnerschaften ermöglichen eine effektive Umsetzung von EU-geförderten Projekten sowie einen intensiven Austausch zwischen Theorie und Praxis auf europäischer Ebene.

4. Welche Rolle spielt Foster Europe in der EU-Donauraumstrategie (EUSDR)?

Foster Europe ist eine der treibenden Kräfte zur Förderung der zivilgesellschaftlichen Beteiligung innerhalb der EU-Strategie für den Donauraum. Die Stiftung ist langjähriger Partner von Priority Area 10 (PA10 – Institutionelle Kapazitäten und Zusammenarbeit) und unterstützt aktiv den Danube Civil Society Forum (DCSF). Foster Europe gestaltet zentrale Beteiligungsformate mit, etwa die Danube Participation Days, und trägt zur inhaltlichen Weiterentwicklung der EUSDR bei – insbesondere im Hinblick auf Demokratie, Inklusion und Multi-Level-Governance.

5. Was ist die EUSDR (EU-Strategie für den Donauraum)?

Die EU-Strategie für den Donauraum (engl. EU Strategy for the Danube Region, kurz EUSDR) ist eine von der Europäischen Union initiierte makroregionale Strategie. Sie wurde 2011 ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit von 14 Ländern entlang der Donau – sowohl EU-Mitgliedstaaten als auch Nachbarländer – zu stärken. Die Strategie basiert auf dem Prinzip, dass gemeinsame Herausforderungen wie Umwelt, Infrastruktur, Bildung, Beteiligung oder Governance nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfolgreich gelöst werden können.

Ziel der EUSDR ist es, wirtschaftliche, soziale und territoriale Kohäsion im Donauraum zu fördern. Sie umfasst derzeit folgende Schwerpunktbereiche (sogenannte Priority Areas), u. a.:

  • Verkehr und Mobilität

  • Energie

  • Umwelt- und Wasserschutz

  • Wettbewerbsfähigkeit

  • Institutionelle Kapazitäten und Zivilgesellschaft (PA10)

Ein wesentliches Merkmal der EUSDR ist ihr Multi-Level-Governance-Ansatz, bei dem EU-Institutionen, nationale Regierungen, Regionen, Städte, NGOs und Bürger*innen gemeinsam an der Umsetzung beteiligt sind. Die Strategie ist kein zusätzliches Finanzinstrument, sondern bündelt bestehende EU- und nationale Fördermittel zur gezielteren Wirkung.

Foster Europe ist besonders in der Priority Area 10 (PA10) aktiv und setzt sich für mehr Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft im Rahmen der EUSDR ein. Die Stiftung koordiniert z. B. die Danube Participation Days und unterstützt nationale Beteiligungsprozesse.
Mehr zur Beteiligung im Donauraum
Zum Danube Participation Day

6. Was ist der Danube Participation Day (DPD) und wie ist Foster Europe beteiligt?

Der Danube Participation Day ist ein jährliches Flaggschiff-Event der Zivilgesellschaft im Rahmen der EU-Donauraumstrategie. Er findet in der Regel als Side-Event des offiziellen EUSDR-Forums statt. Ziel ist es, zivilgesellschaftliche Perspektiven in den makroregionalen politischen Dialog einzubringen. Foster Europe ist gemeinsam mit dem DCSF und EUSDR Priority Area 10 (PA10) federführend bei der Konzeption, Organisation und Durchführung des DPD. Das Format bringt Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen.

7. Was sind National Participation Days (NPDs)?

Die NPDs sind nationale Plattformen für Bürgerbeteiligung, die das Modell des DPD (Danube Participation Day) auf Länderebene übertragen. Sie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt und ermöglichen eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in nationale Prozesse im Kontext der EUSDR. Foster Europe unterstützt die Organisation dieser Events und sorgt für die methodische Qualität und die europäische Vernetzung der Beteiligten.

8. Welche EU-geförderten Projekte werden von Foster Europe umgesetzt?

Die Stiftung realisiert kontinuierlich Projekte mit Unterstützung von Programmen wie „Citizens, Equality, Rights and Values“ (CERV), Erasmus+, oder Europe for Citizens. Projektinhalte reichen von Demokratieförderung und Geschichtsvermittlung über Klimagovernance bis hin zu jugendpolitischer Bildung. Die Projekte zeichnen sich durch starke Partnerschaften, innovative Formate und ein klares europäisches Profil aus.

→ Aktuelle Projekte finden Sie auf der Website unter Projekte.

9. Welche Publikationen gibt Foster Europe heraus?

Foster Europe veröffentlicht regelmäßig eigene Publikationen, die sich mit den Kernthemen der Stiftung auseinandersetzen – darunter Bürgerbeteiligung, Föderalismus, politische Bildung, regionale Entwicklung und europäische Integration. Die Veröffentlichungen erscheinen sowohl als Einzelbände als auch in thematischen Reihen (Bandreihen), in denen Forschungsergebnisse, Projektdokumentationen, Essays und praxisnahe Analysen zusammengeführt werden.

Die Publikationen richten sich an zivilgesellschaftliche Akteurinnen, politische Entscheidungsträgerinnen, Wissenschaftlerinnen und interessierte Bürgerinnen. Sie dienen der Vertiefung von Debatten, der politischen Bildung und der nachhaltigen Dokumentation von Projektinhalten.

📚 Weiterlesen: Eine Übersicht aller verfügbaren Publikationen, inklusive Download-Optionen und thematischer Gliederung, finden Sie hier: Publikationen.

10. Welche Veranstaltungen organisiert Foster Europe regelmäßig?

Foster Europe veranstaltet über das ganze Jahr hinweg Konferenzen, Trainings, Workshops und hybride Formate. Thematisch bewegen sich diese Events rund um:

  • Bürgerbeteiligung & Demokratieentwicklung

  • EU-Integration und Erinnerungspolitik

  • Umwelt & Governance auf lokaler Ebene

  • Jugendbeteiligung & politische Bildung

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung zwischen lokalen Akteuren und europäischen Institutionen.

→ Eine Übersicht der kommenden und vergangenen Veranstaltungen finden Sie unter Konferenzen.

11. Wer kann an den Veranstaltungen teilnehmen?

Foster Europe richtet sich mit seinen Veranstaltungen an ein breites Publikum: Vertreterinnen der Zivilgesellschaft, lokale Entscheidungsträgerinnen, junge Menschen, Forschende, Lehrer*innen sowie internationale Partnerorganisationen. Die Formate sind so konzipiert, dass sie Dialog ermöglichen, Wissen vermitteln und europäische Vernetzung fördern – unabhängig von Vorkenntnissen oder institutioneller Zugehörigkeit.

🟢 Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist grundsätzlich kostenlos. Viele Formate – wie Konferenzen, Workshops oder Online-Trainings – sind offen zugänglich und erfordern lediglich eine vorherige Anmeldung. Je nach Veranstaltung stehen auch Unterlagen, Übersetzungen oder digitale Teilnahmeoptionen zur Verfügung.

📬 Damit Sie keine Veranstaltung verpassen, empfehlen wir die Anmeldung zum Foster Europe Newsletter. So erhalten Sie Einladungen und Hinweise direkt per E-Mail. Zum Newsletter anmelden

📅 Einen Überblick über aktuelle und vergangene Veranstaltungen finden Sie hier: Veranstaltungen

12. Welche Bildungsangebote bietet Foster Europe?

Neben klassischen Konferenzen organisiert die Stiftung auch Trainingsreihen, Online-Fortbildungen und Schulworkshops, etwa im Bereich „Demokratie & Du“ für Jugendliche oder Fortbildungen zu EU-Fördermitteln für Gemeinden. Ziel ist es, bürgernahes Wissen verständlich und anwendungsbezogen zu vermitteln.

13. Wo befindet sich der Sitz von Foster Europe?

Die Stiftung ist im historischen Schloss Esterházy im Zentrum von Eisenstadt, Österreich, untergebracht. Dieser Standort bietet sowohl symbolisch als auch praktisch einen idealen Ort für europäische Dialoge, da er ein bedeutender Ort europäischer Geschichte und Kultur ist.

14. Wie kann ich Foster Europe kontaktieren?

Sie erreichen die Stiftung unter:
📍 Adresse: Schloss Esterházy, Esterházyplatz 5, A‑7000 Eisenstadt
📧 E‑Mail: office@foster-europe.org
📞 Telefon: +43 (0)664 965 78 91

15. Was bedeutet „Föderalismus“?

Föderalismus bezeichnet ein politisches Organisationsprinzip, bei dem die Macht zwischen verschiedenen Ebenen – etwa Staat, Regionen und Kommunen – aufgeteilt ist. Föderale Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass unterhalb der zentralen Regierung eigenständige Einheiten mit eigenen Zuständigkeiten bestehen. In Europa ist Föderalismus ein wichtiges Modell zur Wahrung regionaler Vielfalt und demokratischer Teilhabe.

Weiterführend: Foster Europe beschäftigt sich regelmäßig mit Fragen des Föderalismus, u. a. in ihrer → Publikationsreihe.

16. Was ist unter „Regionalismus“ zu verstehen?

Regionalismus beschreibt das politische und kulturelle Streben nach mehr Autonomie, Sichtbarkeit und Mitspracherecht für Regionen innerhalb eines Staates oder Europas. Es geht dabei um die Anerkennung regionaler Identitäten, den Schutz lokaler Besonderheiten und die Förderung regionaler Entwicklung. In der EU wird Regionalismus oft mit dem Konzept „Europa der Regionen“ verbunden.

Zum Weiterlesen: Foster Europe fördert den Regionalismus z. B. durch transnationale Partnerschaften und Studien. → Projekte entdecken

17. Was bedeutet „Dezentralisation“?

Dezentralisation ist der Prozess, bei dem politische, administrative oder finanzielle Entscheidungsbefugnisse von der zentralen Regierung auf untere Ebenen – Regionen, Städte, Gemeinden – übertragen werden. Ziel ist es, Entscheidungen näher an die betroffenen Bürger*innen zu bringen, Effizienz zu steigern und demokratische Teilhabe zu stärken. Es gibt verschiedene Formen: administrative, fiskalische und politische Dezentralisation.

Mehr dazu: In Projekten wie FOSTER oder „Demokratie und Du“ werden dezentralisierte Lösungsansätze konkret erprobt. → Zum Projektbereich

18. Was ist „Bürgerbeteiligung“?

Bürgerbeteiligung bedeutet, dass Menschen aktiv in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden – über Wahlen hinaus. Sie kann auf lokaler, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene stattfinden und umfasst verschiedene Formate: Befragungen, Dialogforen, Bürgerräte, Online-Partizipation u. v. m. Ziel ist es, die Demokratie zu stärken, Transparenz zu fördern und bessere Entscheidungen zu ermöglichen.

Foster Europe hat zahlreiche Formate zur Bürgerbeteiligung entwickelt – von den Danube Participation Days bis hin zu Schulworkshops. → Konferenzen & Beteiligung

19. Was meint man mit „Bürgernähe“?

Bürgernähe beschreibt das Prinzip, politische Prozesse so zu gestalten, dass sie für die Bürger*innen verständlich, zugänglich und relevant sind. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen, durch klare Kommunikation, transparente Verwaltung und direkte Ansprechbarkeit. Bürgernähe ist besonders wichtig in ländlichen Regionen oder bei Menschen mit geringer politischer Vorbildung.

Relevanter Beitrag: Foster Europe setzt sich in mehreren Projekten für bürgernahe Verwaltung und politische Bildung ein, z. B. mit lokalen Behörden und in Schulprojekten. → Free Training Series 2023

20. Was umfasst „politische Bildung“?

Politische Bildung ist die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Werten, die Menschen zur aktiven Teilhabe an der Demokratie befähigen. Sie umfasst Themen wie Grundrechte, Institutionen, Entscheidungsprozesse, Partizipationsmöglichkeiten oder Medienkompetenz. Ziel ist es, informierte, mündige Bürger*innen zu stärken und demokratische Kultur zu fördern – besonders in Zeiten von Desinformation und Polarisierung.

Foster Europe arbeitet seit Jahren an innovativen Bildungsformaten – etwa Escape Rooms, Online-Trainings und interaktiven Workshops. → Alle Bildungsformate anzeigen