Geschichtsvermittlung nach dem Ende der Zeitzeugenschaft

Dr. Herbert Brettl im Gespräch

Im Rahmen der österreichischen National-Path-Veranstaltung des FREI-Projekts am 23. Juni 2026 in Wien besuchten Schüler:innen des Gymnasiums Neusiedl am See gemeinsam mit dem FREI-Team die Gedenk- und Lernstätte in der AK Wien, die der Geschichte der ehemaligen NS-„Zentralstelle für jüdische Auswanderung" gewidmet ist. Im Anschluss an den dreistündigen Workshop „Vergangenheit bewältigen?" wurde vor Ort ein Interview mit dem Historiker und Lehrer Dr. Herbert Brettl aufgezeichnet.

Im Gespräch spricht Dr. Brettl darüber, wie sich Geschichtsunterricht in den letzten Jahrzehnten verändert hat: Schulen konkurrieren heute mit Social Media um die Deutungshoheit, während die Generation der Zeitzeug:innen zunehmend fehlt. Er betont, wie wichtig regionale Bezüge sind, um jungen Menschen die NS-Geschichte greifbar zu machen, und erklärt, wie Schüler:innen mit eigener Flucht- oder Vertreibungserfahrung über Kontextualisierung einen Zugang zum österreichischen historischen Narrativ finden können.

Mehr über den gesamten Tag in Wien – von der Gedenkstätte bis zur Podiumsdiskussion im Bruno Kreisky Forum – ist im ausführlichen englischsprachigen Artikel nachzulesen:

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